Schon als Kleinkind wurde ich von meinem Vater auf dem Rücken zum Langlaufen mitgenommen, ehe ich im zarten Alter von fünf Jahren die Langlaufloipen am Sulzberg erstmals unsicher machte. Kurz darauf bestritt ich auch schon die ersten Wettkämpfe. Dies waren spielerische Bewerbe mit Langlaufskier, so genannte „Loipis.“ Schon damals wollte ich immer gewinnen und der Beste sein, erzählen meine Eltern noch heute.
Neben dem Langlaufen war ich noch ein begeisterter Fußballspieler beim FC Sulzberg. Mit 4 Jahren schnürte ich die Fußballschuhe. Sehenswerte Erfolge feierte ich auch in der Leichtathletik. Ich gewann diverse Herbstläufe und der Höhepunkt war wohl der Vorarlberger Langstreckenmeistertitel 2002.
Als im Jahre 2000 der Bregenzerwaldkader Langlauf neu formiert wurde, fand ich mich in diesem gleich wieder, ehe ich mich im Jahr 2002 nach gezeigten Leistungen für den VVS Kader qualifizieren konnte. Nach der Saison 2003/04 entschied ich mich für eine Ausbildung im Sportgymnasium Dornbirn, wo ich 2008 mit ausgezeichnetem Erfolg maturierte. Die Jahre im Sportgymnasium waren sportlich gesehen durchwachsen. Während ich in meinem ersten Jahr gute Erfolge feiern konnte, waren das zweite und dritte Jahr schlicht und einfach schlecht. Ich hatte konstant um die zehn Prozent und mehr Rückstand auf die österreichische Spitze.
Nach diesem Tief (06/07) wollte ich es noch einmal von Neuem probieren und „stellte mich auf meine eigenen Füße.“ Ich plante mein Training selber und fokussierte mich noch mehr auf den Sport. Schon im ersten Rennen deutete sich an dass ich wieder der alte bin und das schnelle Langlaufen wieder „erlernt“ habe. Während ich im Jahr davor noch 28. bei den österreichischen Meisterschaften wurde, konnte ich in diesem Jahr den Österreichischen Meistertitel erringen, welch befreiendes Gefühl! Im Gesamten gesehen war es wirklich eine Wahnsinnssaison, in Anbetracht der zwei miesen vorherigen Saisonen doppelt. Ich qualifizierte mich auch erstmals für den ÖSV C Kader und wurde ins Heeresleistungssportzentrum aufgenommen und konnte somit unter Profibedingungen trainieren. Diesen Umstieg ins Profitraining verkraftete ich gut und fixierte in dieser Saison den Aufstieg in den ÖSV B Kader.
Im Sommer 2009 wurde dann eine Zollstelle für Spitzensportler ausgeschrieben. Durch einen super Aufnahmetest und die sportlichen Erfolge konnte ich mich gegen zahlreiche, starke Bewerber durchsetzen, bin seit November 2009 beim Zoll (BMF) angestellt und genieße einige Freistellungen, die es mir ermöglichen, Spitzensport zu betreiben. Die Saison 2009/10 war dann sensationell, mit fünf Top 5 Plätzen im Europacup und dem 4. Gesamtrang konnte ich mich sensationell für den ÖSV A-Kader qualifizieren.
Der Start Winter 2010/11 war nicht zufriedenstellend. In den Dezember Wettkämpfen konnte ich meine Erwartungen nicht erfüllen. Rechtzeitig um den Jahreswechsel kam ich aus meinem Formtief und wurde erstmals in meiner Karriere Staatsmeister. Das ganze vor meiner Haustüre in Sulzberg vor einer Wahnsinnskulisse! Gekrönt wurde die Saison durch ein absolutes Highlight mit der WM Teilnahme in Oslo (Team Sprint) wo ich mit meinem Kollegen Max Hauke starker 14. wurde!
Bisherige Trainer:
Andrea und Oswald Feurle (SV Sulzberg)
Franz Bachlinger (SCBW und VSV)
Hape Schwendinger und Hans Innerhofer (VVS)
Alexander Marent (ÖSV)
Bernd Raupach
Gerald Heigl






